2. Installation von Ubuntu

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Der Titel ist vielleicht irreführend, denn mittlerweile habe ich Ubuntu 10.10 wohl 4 oder 5 Mal installiert. Dabei ging es vor allem um die richtige Partitionierung. Um diese Seite nicht zu lang werden zu lassen, fange ich eine neue unter der Serie Ubuntu an. Nennen wir sie Tipps und Tricks in Ubuntu.

Installation

Das meiste, was dazu auf Seiten wie Ubuntu Installation zu lesen ist, geht davon aus, dass Ubuntu neben einer Version von Windows installiert werden soll. Das war bei mir anders. Die Installation auf einen Rechner ohne Betriebssystem verlief eigentlich problemlos. Ich habe erst einmal "ganze Festplatte verwenden" gewählt, Benutzer mit Passwort eingerichtet und die Zeitzone, sowie die Sprache gewählt. Nach der Installation kam ich auf die Idee, dass ich lieber einen Teil der Festplatte für meine Dateien, einen anderen für Ubuntu und eine dritten Teil für Windows (wenn ich es wieder bräuchte) haben wollte, damit nicht jedes Mal, wenn ich eine Neuinstallation mache, alle Dateien gelöscht werden.

Partitionen

Ich werde hier wohl eine Anfrage an das Forum machen, denn sicher bin ich nicht, ob ich den richtigen Weg gewählt habe. Folgende Sachen habe ich gemacht. Bei der Installation waren zwei Partitionen angelegt worden. Eines, das sich dev/sda nannte und eines, das sich Linux-Swap nannte (evtl. dev/sda5). Ich habe das große Teil verkleinert, wobei ich mich erst für den kleineren Teil entschieden habe (immerhin mehr als 100 GB, da könnte Windows rein). Diese Partition bekam die Bezeichnung dev/sda1 und ist mit NTFS formatiert. Nun hatte ich einen größeren Teil, der als "nicht belegt" ausgegeben wurde. Ich habe diesen Teil mit ca. 800 GB als dev/sda3 mit ext3 formatiert und zum /home Verzeichnis gemacht (kommt alles rein, was die Benutzer machen).

Ohne es verstanden zu haben, habe ich bei der Neuinstallation ca. 18 GB für dev/sda4 mit ext2 zum root (nur "/") Verzeichnis gemacht. Da ist auch in der Tat etwas drin, und das Verzeichnis lost+found (da sollen kaputte Dateien drin abgelegt werden) ist nun auch kein root Verzeichnis mehr (wie mir das vorher passiert war).

Wichtig ist, dass ab und an aufgeräumt wird. Gerade unter Ubuntu wird der Kernel (das Betriebssystem) oft erneuert und die alten Kernel bleiben im root Verzeichnis hängen. Nach ein paar Jahren habe ich nach den Anleitungen auf dieser Seite zum ersten Mal alte Kernels entfernt und damit mehr als 12 GB Platz geschaffen. Die Belegung meiner dev/sda4 Partition ging damit von 99% auf 33% zurück.

Erste Schritte

Als Erstes sollte man schauen, ob die interne und externe Hardware richtig erkannt wurden. Das kann durch System-Systemverwaltung-Systemprüfung gemacht werden. Mir war in erster Linie wichtig, dass ich Töne hören kann und Sprache aufnehmen kann. So geht's:

Rechtsklick auf das Menü (Anwendungen, Orte, System oder das Ubuntu-Symbol). "Menüs bearbeiten" auswählen und Multimedia-System aktivieren. Zuerst unter System-Einstellungen-Klang-Audio-Einstellungen Hardware auf Analog-Stereo-Output stellen. Bei der Eingabe Mikrofon 2 wählen. Unter System-Einstellungen-Multimedia System auf Pulse Audio Server umstellen (das Gerät als Vorgabe lassen). Hier kann getestet werden, ob alles klappt.

Wenn ich jedes Mal nachdem der Bildschirmschoner sich eingeschaltet hat, den Bildschirm nicht durch Eingabe des Passwortes wieder aktivieren will, geht das unter System-Einstellungen-Bildschirmschoner durch Entfernen des Häkchens. Hier kann ich auch entsprechende Grafiken auswählen.

Bei Ubuntu ist Firefox mit installiert. Das Erscheinungsbild in Firefox erschien mir zu grob (Symbole und Schriftarten zu groß), obwohl bei mir eine Auflösung des Bildschirms von 10124x768 (4:3) eingestellt war. Die nächst höhere (höchste) Stufe, die für meinen Bildschirm eingestellt werden kann, verzerrt das Bild, weil es im Verhältnis 16:9 darstellt. Unter System-Einstellungen-Erscheinungsbild habe ich verschiedene Möglichkeiten:

  1. Ich kann unter "Thema" eine Variante wählen, die die gewohnten Schaltflächen wie x = schließen auf der rechten Seite anstatt wie bei Ubuntu auf der linken Seite zeigt.
  2. Ich kann einen Hintergrund und Schriftarten wählen, wobei mir gesagt wurde, dass die Glättung mittels Subpixel für einen LCD Bildschirm wichtig sein soll.
  3. Je nachdem, welche Schriftgröße ich gewöhnt bin, kann ich auch die Anzeige der Schrift ändern (ich fand eine Schriftgröße von 10 (anstelle der voreingestellten 11 Pixel) angenehmer fürs Auge).
  4. Schließlich gibt es noch visuelle Effekte, was aber vernachlässigt werden kann.

Dann gibt es noch einen Tipp, um die Darstellung im Firefox zu verbessern. Nach Anleitungen auf dieser Seite. In die Adresszeile von Firefox wird der Befehl

about:config 

eingegeben und der Wert unter

gfx.color_management.mode

wird durch Doppelklick auf "0" gewechselt.

Tastatur

Die Möglichkeit mit einer Tastatur Deutsch-Englisch und auch Türkisch schreiben zu können, ist für mich schon wichtig. Englisch ist dabei kein Problem, denn das kann auch mit einer deutschen Tastatur geschrieben werden. In der türkischen Sprache kommen jedoch vier Sonderzeichen hinzu. Die Lösung habe ich auf dieser Seite beschrieben. Meine Frage ist die Lösung okay? wurde im Forum nicht beantwortet, In einer Woche hatten sich 65 Leute meinen Beitrag im Forum angeschaut und ungefähr 40 Leute haben sich die Beschreibung des Problems in diesem Wiki angeschaut. Die praktische Durchführung habe ich in einen Screencast beschrieben und den experimentell auf dieser Seite ins Netz gestellt. Experimentell ist die Sache, weil ich nicht mehr *.flv als Format genommen habe, sondern weil ich für verschiedene Browser die Formate *.ogv und *.mp4 zur Auswahl angeboten habe.

Screencasts

Mit dem Desktop Recorder kann ich gut aufnehmen, aber immer nur im *.ogv Format. Nach der Beschreibung auf dieser Seite soll ich solche Filme auch als Video im Wiki einbinden können. Es hat auf Anhieb nicht geklappt. Zwischendrin habe ich die alternativ angebotenen Formate im Internet Explorer getestet. Funktioniert leider nicht. Die Variante mit dem JW Player (meine Erklärung in Englisch) funktioniert hingegen im IE. Daher werde ich wohl meine im Format *.ogv aufgenommenen Screencasts mit WinFF ins Format *.avi bringen und dann per avidemux ins Format *.mp4 konvertieren müssen.

Der JW Player hat Schwierigkeiten, die in avidemux von avi im Format mp4 abgespeicherten Filme korrekt wieder zu geben. Die mit mpeg 4 avc (video) und mp3 lame (audio) gespeicherte Datei lieferte einen Film ohne Ton, der mit mpeg 4 xvid (video) und AAC (Fac) abgespeicherte Film lieferte Ton, aber kein Bild. Das mit WinFF als flv abgespeicherte Video liefert zwar Bild und Ton, ist aber sehr verschwommen (schlechte Qualität). Die Lösung scheint zu sein, dass ich mpeg 4 avc (Video) und AAC (Fac) für das Audio nehme. Dies scheint geklappt zu haben. Der einzige Nachteil ist jetzt noch, dass der Film erst vollständig geladen sein muss, bevor das Abspielen beginnt. Für Leute, die sich in Linux auskennen, soll das laut dieser Seite ganz einfach sein und zwar:

the tool qt-faststart, which is included in ffmpeg, also accomplishes this task.

get latest ffmpeg, cd to it

"make tools/qt-faststart"

put it anywhere in your path

qt-faststart <infile.mov> <outfile.mov>

Alternatives Sreencasting

Neben dem Desktop Recorder gibt es auch das XvidCap Programm, das gleich im mp4 Format aufnehmen. Allerdings wird (entgegen den in den Einstellungen angebotenen Möglichkeiten) kein Ton aufgenommen. Eine vermeintliche Lösung ist bei Tuxlog zu finden. Meine Kenntnisse reichen aber nicht, um das umzusetzen. Es gab noch andere Erklärungen wie zum Beispiel bei den FAQ unter Sourceforge. Da wird mir gesagt, dass ich ein mit OSS kompatibles System brauche (wird wohl Open Sound System heißen, aber was Wikipedia mir dazu sagt sind wiederum eher "böhmische Dörfer. Demgegenüber war PiTiVi aber in der Lage, den Film ohne Ton (mp4) mit einer separat aufgenommenen Sprachdatei (mp3) zusammenzuführen.

Es wird mir wohl wie unter Windows gehen: ich muss erst mehrere Programme ausprobieren, bis ich das auf meine Bedürfnisse zugeschnittene Programm gefunden habe. Nur: unter Ubuntu sind sie alle kostenlos, wenn auch nicht immer so versiert, wie etliche Programme, die es bei dem Erwerb bestimmter Hardware (z.b. einer Kamera) bei Windows möglich ist. Ein Ansatz kann die Anleitung zur Videobearbeitung sein. KDenLive scheint z.B. besser zu sein als Lives. Allerdings ist KDenLive sehr komplex und nicht das Programm, mit dem ich gestern eine Diashow erstellte, aber wohl beides wieder gelöscht habe.

Youtube und Subtitle Horse

Im August 2014 funktionierte das Subtitle Horse immer noch. Beim Export der Untertitel sollte das Format JW FLV genommen werden. Die Datei kann dann als *.txt Datei abgespeichert werden. Bei anderen Formaten wurden bei mir nur die erste Minute mit Untertiteln abgespielt.

Als Experiment habe ich kurze Videos im *.mp4 Format nach Youtube hochgeladen. Für ganz kurze Teile (1 Minute und drunter) konnte ich dazu Untertitel im Subtitle Horse erstellen und zum Film bei Youtube packen. Ein etwas längeres Video (4 Minuten) wurde nicht korrekt hochgeladen (nur Ton, aber kein Bild) und ich konnte diesen Film auch nicht von meiner Homepage aus in das Untertitel Pferd laden (mithin keine Untertitel erstellen. Ein ganz nettes Programm unter Ubuntu ist der Subtitle Editor. Youtube akzeptierte diese Untertitel nur dann, wenn sie als *.txt abgespeichert waren, während ich im JWPlayer (auf meiner Homepage das spezielle Format des Untertitel Pferdes brauchte (*.xml), damit die Untertitel erschienen.

Dafür hatte das 4-Minuten Video im *.flv Format noch eine akzeptable Qualität. Die Schneiderei in Avidemux war nicht wirklich exakt zu machen und ob die Dinge in PiTiVi korrekt zusammen gesetzt wurden, vermag ich nicht zu sagen, denn es ist mir unverständlich, warum der Film (als *.mp4) bei Youtube nicht korrekt ankam und ich ihn auf meiner Homepage mit dem JWPlayer nicht korrekt abspielen konnte (direkt in Firefox jedoch ging).

Verschlüsseln von Nachrichten

Das ging nun wirklich viel einfacher, als ich mir gedacht hatte. Thunderbird hatte ja alle Einstellungen aus Windows übernommen, darunter auch die Erweiterung Enigmail (hier ein paar Tipps dazu). Da aber die "Schlüssel" nicht mehr da lagen, wo sie unter C:/irgendeinPfad/ gewesen waren, kam immer eine Fehlermeldung und ich hatte natürlich keine Ahnung, wo die Schlüssel unter Ubuntu liegen könnten. Auf den Hilfeseiten wurde mir gesagt, dass das Programm zur Verschlüsselung, bekannt als GPG oder GnuPG bei allen neueren Versionen von Ubuntu vorinstalliert sei. Ich fand es unter System-Einstellungen-Passwörter und Verschlüsselung. Dort habe ich meinen Schlüssel importiert und (siehe da) Thunderbird hat sofort den richtigen Pfad eingetragen.

FTP und SSH

Bei der Betreuung von Websites ist ein wesentliches Element die Verbindung zu den entsprechenden Orten (nennen wir sie mal Speicherplätze im Netz). FTP soll eher unsicher sein. SSH hingegen soll eine verschlüsselte Übermittlung von Daten ermöglichen. Unter Windows war eine solche Verbindung mit Putty möglich. Immerhin konnten Dateien dort auch bearbeitet werden, aber nur unter dem vorhandenen Namen abgespeichert werden, wobei beim ersten Sichern noch einmal das Passort abgefragt wurde.

Mit dem Dateimanager Nautilus bietet Ubuntu (Gnome) die Möglichkeit, eine Verbindung zu den Daten der Website herzustellen und dort zu arbeiten, als wäre ich auf meinem eigenen Rechner. Mit STRG+L öffnet sich eine Adressleiste, in die ich

ssh://username@sitename

eintippe. Ich werde einmal nach meinem Passwort gefragt und danach kann ich alle Aktionen (so als wäre ich mit einer externen Festplatte verbunden) ausführen.