Sinnvolle Programme unter Windows

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Dies ist keine systematische Zusammenstellung von Tipps und Tricks, sondern eine subjektive Wiedergabe meiner Erfahrungen, die ich vielleicht beim nächsten Absturz meines Computers nutzen kann. Die meisten Angaben gelten (galten) für Windows XP, den Anfang machen aber Erfahrungen mit Windows 7.

Umstellung auf Windows 7

Mit dem Erwerb eines Netbooks wurde ich gezwungen, mich mit den Tücken des Betriebssystems Windows 7 (Starter) auseinander zu setzen. Da ich öfter türkische Texte zu schreiben habe, wollte ich (wie früher) einige Tasten unter dem Q-Layout von Türkisch neu belegen.

Türkische Sonderzeichen bestimmten Tasten zuweisen

Für meine Suche habe ich verschiedene Begriffe (Englisch und Deutsch) verwendet. Alles was ich erfuhr war, dass unter Windows 7 keine Möglichkeit besteht, die Tastenbelegung zu verändern, es sei denn, mensch kennt sich mit der Registry aus und ist mutig genug, daran was zu ändern. Die kostenlose Hilfsprogramme wie "Sharpkeys" oder "KeyTweak" brachten nicht nur ungewollte Symbolleisten für den Browser mit sich, sondern entpuppten sich als unbrauchbar für meine Zwecke. Selbst wenn ich auf das Gebietsschema Türkisch-Türkei ging (da wollte ich Tasten neu belegen), tauchte das Schema Deutsch-Deutschland auf. Bei Änderungen wäre also die Grundbelegung geändert worden.

Meine Suche nach "Shortcuts" (Tastenkombination, -kürzel) lieferte keine Treffer. Die Lösung habe ich dann selber gefunden. Sie ist vermutlich jedoch nur für Microsoft Office 2003, Word gültig. Her kann unter "Einfügen-Symbole" die Tabelle mit Sonderzeichen aufgerufen werden. Im Subset habe ich Latein (erweitert A) ausgewählt und von dort dann dıe Sonderzeichen gesucht. Ich konnte sie anklicken und erhielt die entsprechenden Tastenkombinationen, mit denen die Sonderzeichen aufgerufen werden können. Diese Tastenkombinationen können selber bestimmt werden. Ich habe ausgewählt:

  • ALT+, danach c = ç; Alt+, danach C (Groß+c) = Ç
  • Alt+, danach g = ğ; ALT+, danach G (Groß+g) = Ğ
  • ALT+, danach s = ş; ALT+, danach S (Groß+s) = Ş
  • ALT+. danach i = ı; ALT+. danach I = (groß+i) = İ

Leider ist diese Lösung nur in Word selber zu verwenden. In anderen Programmen und auch beim Schreiben auf einer Seite wie dieser sind die Tastenkombinationen nicht wirksam.

Eleganter: Layout Creator

Erst nachdem ich nach Software (Freeware) zu Änderungen an der Tastatur (Belegung einzelner Tasten) suchte, fand ich das für Benutzer einer registrierten Version von Windows kostenlose Programm MKLC (Microsoft Keyboard Layout Creator).[1] Ich beschreibe hier einmal die Schritte, um ein bestehendes Layout (hier Türkisch mit der als Q für qwerty) zu einer deutschen Tastatur zu machen, mit der Türkisch geschrieben werden kann.

  1. MKLC installieren und starten
  2. Unter "file-load existing keyboard" Türkisch Q laden
  3. Zuerst sollten alle Tasten, auf denen andere Zeichen als die auf der deutschen Tastatur liegen, durch Anklicken und Eintippen des Zeichens auf der deutschen Tastatur geändert werden.
  4. Neben dem -z und -y (die wie auf der amerikanischen Tastatur liegen) müssen auch die meisten Sonderzeichen über den Zahlen neu belegt werden. Dazu muss neben "show the caps lock" auch das Kästchen "shift states shift" am linken Rand der Benutzeroberfläche aktiviert sein.
  5. Auch die Tasten auf der rechten Seite (nach -p, -l und -m) sind neu zu belegen.
  6. Dann geht es an die türkischen Sonderzeichen. Hier muss zuvor in "Systemsteuerung-Tastatur und Eingabemethoden ändern-Tastaturen und Sprachen-Tastaturen ändern" Türkisch Q hinzugefügt sein, damit wir die Sonderzeichen eingeben können.
  7. Nach der Umstellung auf Türkisch sollte man sich merken, wo die Sonderzeichen sind (evtl. am Anfang einen Screenshot von der Tastatur erstellen). Ich habe sodann das ş und Ş auf die Taste neben der 1, das ı und İ auf die Taste von ä und Ä, das ğ und Ğ auf die Taste neben dem Fragezeichen und das ç und Ç auf die Taste mit + und * gelegt.
  8. Es sollten auch die Tasten unter Alt+Ctrl (Strg oder AltGr) kontrolliert werden (bei mir lagen die Tasten, die ich brauche, an den richtigen Orten).
  9. Wichtig ist nun, unter "Project" einen Testlauf zu machen und einen Gang für "validate layout" zu machen. Hier können Fehler korrigiert und weitere Einstellungen vorgenommen werden.
  10. Wenn man an dem Layout später weiter arbeiten möchte, sollte die Datei mit "file-save as" gespeichert werden. Ansonsten kann unter "Project" nun "Build DLL and Setup Package" angeklickt werden.
Vorsicht: Dieser Vorgang ist nicht rückgängig zu machen. Unter den Programmen scheint es zwar die Möglichkeit zu geben, den Vorgang deinstallieren zu können, aber eine permanente Entfernung ist nur durch Löschen der entsprechen DLL Datei, bzw. Eingriffe in die "Registry" möglich.

Ausgangslage zu Zeiten von WinXP

Im Dezember 2005 habe ich einen PC von Packard Bell bei Staples erstanden. Ich habe als Erstes die Festplatte partitioniert.[2] Ich wollte damit vermeiden, dass ich bei einem Absturz die gesamte Festplatte formatieren muss und dabei alle Daten und Programme verloren gehen. Ich hatte die Rechnung ohne den Wirt gemacht.

Bei Billigprodukten ist das Betriebssystem und mitgelieferte Software vorinstalliert. Das bedeutet zum Einen, dass entgegen vorhergehenden Versionen von Windows (gearbeitet hatte ich mit 3.1, 98 und 2000) nun das komplette System nicht mehr auf einer CD (DVD) ist und vollständig neu eingerichtet werden kann. Noch wichtiger aber ist die Tatsache, dass die vorinstallierten Teile alle in einer für Laien nicht erkenntlichen Partitionierung liegen und es zum Absturz kommt, wenn bei weiteren Partitionierungen dieser Teil nicht berücksichtigt wird.

Die Abstürze

Mein erster Absturz war also vorprogrammiert. Danach habe ich die Festplatte nicht wieder partitioniert. Nach einer (erstaunlich langen) Zeit (fast 3 Jahre) fuhr mein PC plötzlich nicht mehr hoch. Die simple Lösung war, dem Teil für einige Minuten die Stromzufuhr entziehen (nicht einfach ausschalten). Danach funktionierte es wieder. Nicht so nach einem 3. Absturz im Frühjahr 2009. Ich konnte noch booten. Allerdings war die DOS Ebene nicht komplett auf dem Bildschirm zu sehen (ca. 5 Zeichen fehlten am linken Bildrand) und konnte mit den mir noch schemhaft bekannten Befehlen nicht weiterkommen.

Besser war da schon die Knoppix CD, mit dem ich Linux auf meinem PC zum Laufen brachte. Ich war auch in der Lage, sämtliche Laufwerke zu sehen, einschließlich der USB Sticks und externen Festplatten. Leider konnte ich aber weder auf die mit FAT32 formatierten USB Sticks noch die externen Festplatten schreiben. Auf meiner mit NFTS formatierten Festplatte war es sowieso nicht möglich. Immerhin aber hatte die auch bei einer Computerzeitschrift gefundene Knoppix CD ein Brennprogramm dabei, dass (wenn auch widerwilliig: ich musste das Brennen immer "erzwingen") die von mir ausgewählten Dateien auf 4,7 Gigabyte große DVD's brannte. Ich bin mit 3 DVDs ausgekommen. Allein das Profil meiner E-Mails bei Thunderbird brauchte fast eine DVD alleine.

Die Grundprogramme

Mit der Recovery CD von Packard Bell wurde WindowsXP erneut eingerichtet und über "smart restore" kamen auch viele Programme hinzu, die teilweise zur 2-monatigen Ausprobieren gedacht waren. Dazu gehörten AOL, Norton und Office2003. Die musste ich als Erstes wieder deinstallieren, wenn ich später nicht dafür zahlen wollte. AOL brauche ich nicht und OpenOffice ist genauso gut (oder besser) als Office2003. Norton hingegen hatte sich bei mir in der Vergangenheit öfter als Störenfried erwiesen, der sich mit etlichen anderen Anwendungen nicht vertrug und dessen völlig Entfernung nur mit einem removal tool möglich war.

Anstelle von Norton kann AVG Anti Virus immer noch (Mai 2009) kostenlos genutzt werden und arbeitet in der aktuellen Fassung sowohl in den E-Mail Programmen als auch beim Download aus dem Internet. Da ich den Internet Explorer von Windoofs nicht oder nur ungern benutze, galt es als Erstes Firefox herunter zu laden. Hier waren natürlich einige weitere Einstellungen vorzunehmen. So möchte ich keine automatischen Updates, will nicht, dass Firefox sich meine Passwörter merkt (obwohl außer mir kaum jemand an den PC kommt) und habe fürs Erste auch keine Wörterbücher installiert, da ich jedes Mal die Korrekturhilfen abschalten muss, wenn ich etwas in Türkisch schreibe.

Dafür ist die Google Toolbar ganz nützlich, obwohl mensch sich einfach wie im Zeitalter von "Big Brother is watching you" fühlt, bei all den Sachen, die sich Google merkt, den Profilen, die viel über mich verraten etc.

Thunderbird

Thunderbird aus der Mozilla Familie ist sicherlich eine gute Alternative zu Outlook (von Windoofs). Nur das Einrichten der Konto ist mit dem Stolperstein, die Ausgangsserver jeweils getrennt einzurichten, etwas kompliziert. Ich habe dazu einen Film (Screencam) zur Anschauung erstellt. In jeweils drei Bildern habe ich die wesentlichen Einstellungen in Thunderbird für Gmail und ein Konto bei JPBerlin dargestellt.[3]

Es gibt für Thunderbird auch ein Programm, um Backups zu erstellen. Das habe ich nicht wirklich ausprobiert, denn hier werden (ähnlich wie früher unter DOS) Dateien erstellt, die ausschließlich mit dem gleichen Programm wieder zurück verwandelt werden können. Es ist viel einfacher dem Pfad Dokumente_und_Einstellungen/Benutzer/Anwendungsdaten/Thunderbird den Ordner Profiles komplett zu sichern (speichern).

Problem(e) beim Neueinrichten von Thunderbird

Diese Art des Transfers (bei mir: vom PC zum Notebook und wieder zurück) verlief eigentlich immer problemlos, weil ich auf beiden Computer das gleiche Profil (Zeichensalat) eingerichtet hatte und einfach überschreiben ließ. Ein kleines Problem war dabei die Größe des Profils, das inzwischen auf mehrere Gigabytes angewachsen ist und sich nur über ein externes Laufwerk einfach realisieren lässt (beim letzten Absturz reichte auch eine DVD).

Allerdings sicherte Knoppix alle Daten mit Großbuchstaben, wo eigentlich immer Kleinschreibung vorherrscht. Da wollte das neu installierte Thunderbird nicht mitmachen, d.h. wenn ich das durch die Installation erstellte Profil löschte und das von der Festplatte "gerettete" Profil an seine Stelle setzte, hatte ich immer Tabularasa. Erst mit dem Einfügen der "aktuellen" Dateien in das neue Profil (möglichst durch Kleinschreibung ersetzt) konnte ich meine Mails und die Konten "retten".

Da ich mir aber bei all den Sachen nicht ganz sicher bin, werde ich die verschiedenen Profile auf meiner externen Festplatte erst einmal nicht löschen.

Mit OK wird nicht gespeichert

Am Anfang der Geschichte stand die Erkenntnis, dass insbesondere Benutzer von Mac keine Anhänge sehen konnte, wenn ich sie mit Thunderbird verschickte. Sowas gab es nur in den neueren Versionen von Thunderbird (>1.5). Die Lösung fand ich durch eine Änderung in einem Teil genannt about:config. Dorthin gelangt man über Extras -> Einstellungen -> Allgemein -> Konfiguration bearbeiten. Zu ändern war der Wert unter mail.strictly_mime.parm_folding von 0 auf 1 (denke ich, die Anleitung habe ich nicht gleich wieder gefunden.

Dann ging es darum, dass ich keine Visitenkarte erstellen konnte (wenn ich auf OK klickte, passierte nichts). Im deutschen Forum zu Thunderbird gibt es das Thema OK Button funktioniert nicht mehr. Es haben also andere Leute das gleiche oder ein ähnliches Problem. Ich habe Thunderbird deinstalliert und die neueste Version (Ende Juli 2009) wieder installiert. Der (finale) OK Button funktioniert zwar immer noch nicht, aber ich habe jetzt eine Visitenkarte, die ich an meine Mails anhängen kann.

Die Feuerwand

Neben einem Anti-Virus-Programm wird unter Windoofs unbedingt eine Firewall benötigt, die über die von Microschrott angebotene Sicherheit, Zugriff zu fast allen Dateien zu verweigern, hinausgeht. Das einzig mir als kostenlos (freeware) bekannte Programm ist ZoneAlarm (der Link geht zum Download bei Chip.de). Mit ein paar Einstellungen und grundsätzlichen Entscheidungen, welche Programme aufs Internet zugreifen dürfen und welche nicht, dürfte ein weitgehender Schutz vor Pishing oder anderen üblen Eingriffen vorhanden sein. Für wirkliche Experten (Hacker oder Leute vom Geheimdienst) dürfte eine solche Wand jedoch kein Hindernis sein.

Free Commander

Der Free Commander ist eine sinnvolle Alternative zum Windows Explorer. Er arbeitet mit 2 Fenstern, wodurch Kopieren und Verlagern von Dateien einfacher wird. Er hat viele zusätzliche Funktionen wie

  • Laufwerksauswahl als Kombinationsfeld oder Leiste
  • Der interne Dateibetrachter ermöglicht die Schnellansicht von Dateien im Format Text, Hexadezimal, Binär und als Bild
  • Extra Funktion um Groß-/Kleinschreibung von Dateien zu ändern
  • Ordner können verglichen und synchronisiert werden
  • Dateien können komprimiert werden
  • Archive können entpackt werden
  • Das Erstellen von selbstextrahierenden Dateien ist möglich (ZIP)
  • Ordner oder mehrere Laufwerke können durchsucht werden
  • Suche nach Dateiinhalten (Text) ist möglich (die beiden letzten Funktionen scheinen schneller zu sein als im Windows Explorer)

Die Umstellung auf das Programm sollte nicht zu schwierig sein.

Copernic Desktop Search

Das Programm Copernic Desktop Search ist nach wie vor (Mai 2009) als Freeware zu erhalten. Nach der Installation empfiehlt es sich spezifische Angaben zu den Ordnern und Dateien zu machen, die vom Desktop Search auf der Festplatte erfasst werden. Die E-Mails können (und sollten) eingeschlossen werden, da der Desktop Search wesentlich besser und schneller funktioniert als die interne Suche bei Outlook oder Thunderbird. Je nach Umfang der zu durchsuchenden Dateien kann das erste Erstellen von einem Index einige Zeit in Anspruch nehmen. Der Rest erklärt sich wohl von selbst.

Weitere Programme

Es gibt eine Reihe von anderen Programmen, die ich benutze, die aber nicht unbedingt notwendig sind. Dazu gehören:

Bildbearbeitung

Ich benutze gleich zwei Programme: IrfanView und XnView. IrfanView benutze ich dann, wenn ich mehrere Screenshots machen will und wenn ich mehrere Fotos gleichzeitig umbenennen und verkleinern will (eine so genannte batch Konvertierung mache). Mit XnView mache ich den Rest, d.h. die eigentliche Bildbearbeitung einschließlich der Beschriftung.

TrayBackup

Das für den privaten Gebrauch kostenlose Programm TrayBackup hat ein Michael Schiel geschaffen. Es befindet sich (neben vielen weiteren Programmen zum Thema Sicherheit) auch in der Toolbox des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Die Handhabung ist einfach genug, um hier nicht beschrieben zu werden. Mensch sollte nur nicht vergessen, zu den Ordnern, die gesichert werden sollen, ein Häkchen bei Unterordner einschließen zu machen.

7-Zip

Das Programm sollte nur von dieser Seite heruntergeladen werden. Es beherrscht nicht nur das Komprimierungsverfahren *.zip, sondern auch (fast) alle anderen Formate (*.tar, *.gz etc.).

XPClean

Seitdem es Windows Vista gibt, ist XPClean vielleicht nicht mehr die beste Software, um die registry zu säubern und anderen Sachen zu machen, die das System beschleunigen. Für einen download sind externe Anbieter wie chip.de oder zdnet vielleicht besser geeignet, als die Seite des Armin Krämer, der das Programm entwickelt hat.

  1. Auf dieser Seite gibt es eine kurze Erklärung (in Englisch) und einen Link zum Download; ebenfalls kurz ist die Anleitung in Englisch
  2. Ich habe dazu ein Programm benutzt, dass auf einer Beilage-CD zu einer Computerzeitschrift vorhanden war: evtl. Partition Magic
  3. Als weiterführendes Projekt gibt es eine Seite mit den wesentlichen Einstellungen bei Mailman (Bilder) und einen Film über Änderungen an html-Seiten bei Mailman